Physik

Interdisziplinäres Kunst-Physik-Geographie-Projekt der Klasse 8SL1

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8SL1 haben im Rahmen eines interdisziplinären Unterrichtsprojekts der Fächer Kunst (Frau Albrecht), Physik (Herr Chemin) und Erdkunde (Herr Albert) ihre ideale Stadt geplant. Während der Projektwoche wurde nach einer Brainstorming- und Planungsphase ein Modell der idealen Stadt angefertigt.

Die Stadt umfasst den Prototyp eines Einfamilienhauses, ein Rathaus, ein Flughafen, einen Park, eine Religionsstätte, eine Sportanlage, ein Museum, ein Einkaufszentrum und ein Krankenhaus.

Mit der Hilfe ihrer Lehrer setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Begriffen Ästhetik und Funktionalität auseinander, beschäftigten sich mit Materialstabiltät und -nutzung sowie der Platzierung der einzelnen Gebäude im Stadtgebiet. Vor allem aber ließen sie ihrer Fantasie freien Lauf … sehen Sie sich das Ergebnis doch einfach (in 3 D) an!


Informationsveranstaltung “Kernenergie und Atomkraftwerke”

Die schreckliche Ereignisse im Kernkraftwerk Fukushima in Japan bewegen Schüler und Lehrer des DFG. Aus diesem Anlass führten Physiklehrer des DFG am Samstag, 19.03. für die Klassen 8 und 9 eine Informationsveranstaltung zum Thema “Kernenergie und Atomkraftwerke” durch.

Dabei wurde die Funktionsweise von Kernkraftwerken erläutert und ein (französischsprachiger) Film zum Thema gezeigt. Anschliessend wurden das Unglück vor 25 Jahren in Tschernobyl und das aktuelle Unglück in Fukushima verglichen und ihre Auswirkungen besprochen. Im letzten Teil wurden die Auswirkung von radioaktiver Strahlung auf den Menschen dargestellt. Natürlich bestand auch die Möglichkeit individuelle Fragen zu stellen.

» zum Bericht in der SZ vom 21. März 2011
» zum Bericht auf SR-online (SR-online.de – 17. März 2011)

DFG-Klassen Terminale S an der Universität Luxemburg

Am 23. November 2010 haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen Terminale S zusammen mit ihren Physiklehrern Herrn Chemin und Herrn Dr. Wartlick die Universität Luxemburg besucht.

Schon beim Betreten des Campus Kirchberg, der die Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation beherbergt, konnten wir die an Cambridge erinnernde Architektur dieser sehr jungen (2003 gegründeten) Universität bewundern und so stieg auch die Begeisterung bei den meisten von uns. Dann wurden wir von Vertretern der Universität mit einem einführenden Vortrag empfangen, in dem uns die Bedeutung der richtigen Studienwahl verdeutlicht wurde.

So ist es von großem Vorteil, die Funktionsweise einer Hochschule zu durchschauen, wie etwa der Universität Luxemburg, die ihre Besonderheiten aufweist: in sprachlicher Hinsicht, weil die Vorlesungen in Französisch, Deutsch und Englisch abgehalten werden; aus geographischer Sicht wegen der zentralen Lage im Herzen Europas; bezüglich der Vielfalt an Studiengängen, die sich in der Aufteilung der Universität auf je einen Campus für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und für Wirtschaft/Jura widerspiegelt. Dazu kommt insbesondere für mehrsprachige Studenten (wie beispielsweise uns!) ein spezielles Studienprogramm, das in 3 Jahren zum dreifachen Bachelor (Nancy-Luxemburg-Saarbrücken) führt und schließlich auch im Hinblick auf die persönliche Entwicklung, weil die Universität ein Begegnungsort unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen ist und die Erweiterung des eigenen Horizonts im Rahmen von Auslandsstudienprogrammen (z.B. Erasmus-Programm) ermöglicht.

Nach einigen Berichten von ehemaligen Studierenden der Universität, die uns wertvolle Ratschläge boten, wurden wir in mehrere Gruppen aufgeteilt, um an einigen Physik-Experimenten teilzunehmen. Zuvor bot man uns jedoch noch ein köstliches Frühstück mit Croissants und Kaffee, welche ebenso herbeigesehnt wie genossen wurden.

Nach dem Experimentieren nehmen wir an der Veranstaltung eines jungen Physik-Doktoranden zur Photovoltaik teil, dem es gelingt, die Aufmerksamkeit von Schülern ebenso wie Lehrern zu fesseln.

Im Anschluss geht es zur Mittagspause in die Mensa, wobei wir die Möglichkeit erhalten, in das Studentenleben hineinzuschnuppern und uns beim Vorbeilaufen an der Bibliothek und den Studenten-Arbeitsplätzen mit einigen Studierenden zu unterhalten.

Danach begeben wir uns auf eine Besuchstour durch verschiedene Labors, in denen Professoren uns mit zusätzlichen Kenntnissen in moderner Physik versorgen: zwischen Rheologie-Labor, Laser-Kammer und DNA-Molekül-Simulation hat sich unsere Sicht der Schul-Physik erweitert…

Unser Besuch endet schließlich mit einer “Muffin-Pause” und einem letzten Foto, das unseren Tagesausflug verewigt!

Dieser Ganztagesbesuch in Luxemburg reiht sich in den Veranstaltungskatalog zur Berufsorientierung unserer Schule ein, der uns mit Vor-Ort-Terminen eine gut begründete Studienwahl erleichtern will. Aber natürlich wurde der Sinn unseres Tages in Luxemburg von jedem unterschiedlich beurteilt, einige fühlen sich in ihren Plänen für eine Zukunft im Bereich der Naturwissenschaften bestätigt, andere waren eher etwas enttäuscht und haben sich nicht unbedingt in der Veranstaltung wiedergefunden…

Trotzdem ein — so der einstimmige Tenor — hoch interessanter Besuch, der reichhaltige Informationen lieferte und für unsere berufliche Orientierung von unzweifelhaftem Nutzen war. Wir bedanken uns hiermit noch einmal bei den Organisatoren!

Aylin Gül (TS2 BC)

Kolloquium: Grenzbereiche zwischen Physik und Philosophie — Ein interdisziplinäres Projekt am DFG

Spacetime_curvaturePhysikunterricht: Man redet von Zeit, von Raum, vom Universum. Davon, wie man versucht, die Welt zu verstehen, zu greifen und zu begreifen. Da wird beobachet, da wird gerechnet. Da wird die Welt erklärt, so „wie sie ist“. Da werden Theorien aufgestellt, „Wahrheiten“ verkündet. Die Welt ist das, wie wir sie im Experiment und in der Theorie erfassen. Formeln, Theorien, Axiome, Regeln. So ist die Welt – Das ist „S-Klasse“. Ein Klischee.

Philosophieunterricht: Aber was ist eigentlich „Zeit“, was ist „Raum“, was können wir Menschen überhaupt erkennen? Gibt es nicht doch Grenzen unserer menschlichen Erkenntnis? Ist die Welt nicht etwas ganz anderes? Sind Forscher wie Physiker nichts anderes als „armselige Fischer, die nur armselige Netze haben, um die Wirklichkeit einzufangen“? Die aber nie erkunden werden, was Wirklichkeit ist und die sich deshalb an Theorien klammern, um sich nicht einsam zu fühlen in diesem irrationalem Universum voller Sterne, das Gefühle unerklärlicher Weise freisetzt. – Das ist „L-Klasse“. Ein Klischee.

Physiker und Philosophen beschäftigen sich ungeachtet ihrer unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen mit ähnlichen Grundfragen. Und dennoch scheinen sich zwischen ihnen eher Gräben aufzutun, in denen es von Vorurteilen nur so wimmelt. Dies gilt insbesondere auch für die Schülerschaft: Für die S-Schüler sind L-Schüler oft Schwätzer, Pseudointellektuelle und weltfremde Träumer und L-Schüler sehen in den S-Schülern oft nur Rechenmaschinen und kalte Logiker. Und beide Gruppen konkurrieren nur allzu gern um den Rang der Elite.

thinkingDas Kolloquium hat zum Ziel, einen fachlichen Dialog zwischen den S- und L-Klassen herzustellen und Themen aus dem Grenzbereich zwischen Naturwissenschaften und Philosophie zu untersuchen. Als Gastgeber dieser Art von „Symposium“ fungiert die L-Klasse, in der nach einer Einführungsphase in der Seconde ab der Klassenstufe Première das Fach Philosophie als verpflichtendes Prüfungsfach im Abitur unterrichtet wird. Diesen Stellenwert hat dieses Fach in Deutschland nur an den DFG‘s Saarbrücken und Freiburg.

Ein erstes Kolloquium fand im Januar statt. Referent war der Physiklehrer Herr Dr. Wartlick, der mit einer sehr gelungenen Darstellung der Relativitätstheorie Schülern aus den S- und L-Klassen der Première eine Möglichkeit zum Dialog gab. Weitere Kolloquien, die auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich werden sollen, sind geplant. Neben der Physik sollen auch Grenzbereiche zwischen anderen Einzelwissenschaften / Fächern und Philosophie einbezogen werden.

Gisela Platz, Lehrerin für Philosophie