Besuch in der Saarbrücker Synagoge

Die Saarbrücker Synagoge liegt in de Nähe der Johanneskirche, mitten in Saarbrücken am Beethovenplatz. Am 03. März 2015 sind wir, der Religionskurs Klasse 5 von Frau Bender-Rauguth, mit ihr und Frau Paulus-Dres dorthin gegangen.

Benjamin, der Kantor der Saarbrücker Synagoge, führte uns durch die Synagoge und erklärte uns ausführlich, dass die Männer in der Synagoge eine wichtige Rolle spielen. Zum Beispiel kann der Gottesdienst nur stattfinden, wenn mindestens zehn Männer anwesend sind.

Männer und Frauen sitzen in der Synagoge getrennt voneinander: Frauen sitzen oben und Männer unter. Ob ein Kind jüdisch ist, bestimmt die Religion der Mutter. Ein Kind darf selbst bestimmen, ob es bei Mutter oder Vater sitzt.

Jungs sind ab ihrem 13. Lebensjahr erwachsen, Mädchen sogar schon mit 12.

Die Tora ist so etwas wie eine jüdische Bibel, in der die 5 Bücher Mose enthalten sind. Die Tora ist kein Buch, sondern eine Rolle, die aus Pergament besteht. Die Tora muss perfekt sein, perfekt heißt, dass jeder Buchstabe die richtige Größe haben muss. Sobald ein Buchstabe nicht perfekt ist, muss man ihn verbessern oder man muss die Torarolle vergraben, weil sie dann unbrauchbar ist. Die Tora wird im Toraschrank aufbewahrt. Man muss beim Lesen der Tora einen Zeigestock verwenden, in Saarbrücken ist der silbern.

Die Speiseregeln der Juden besagen, dass man nur Fleisch essen darf, das gespaltene Hufe hat. Außerdem muss das Tier Wiederkäuer sein. Juden dürfen nur koscheres Fleisch essen. Koscher bedeutet, dass das Tier ausgeblutet ist, weil jüdische Menschen kein Blut essen dürfen.
In der Synagoge haben wir viel gelernt und auch gesehen über jüdische Bräuche.

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