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Lycée Franco-Allemand Sarrebruck

Besuch des „NatureLAB St. Wendel“ der Klasse 6a

NatureLAB St. WendelIm Rahmen des Klimaprojekttages des DFG unternahm die Klasse 6a unter Begleitung von Frau Ehring und Herrn Altmeyer einen Ausflug ins „NatureLAB St. Wendel“, einem Freilandlabor artenreicher Kulturlandschaft. Hierbei handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein St. Wendeler Bürger, die sich dem Schutz der Natur- und Artenvielfalt entlang des Panoramawegs am Stadtrand von St. Wendel verschrieben haben.

Dort traf die Klasse auf Michael Finkler, Initiator und Gründer des Vereins, der in Verbindung mit einer Wanderung ins Lautenbachtal den Schülern die wichtige Arbeit der Naturschützer vorstellte. So wurde beispielsweise eine 3 ha große Ackerfläche in eine buntblühende Glatthaferwiese umgewandelt, die den für uns so lebenswichtigen Bienen und Insekten wieder ihren Lebensraum zurückgibt. Natürlich hat dies auch einen positiven Effekt auf das Klima. Demnach bindet eine solche Blütenwiese ca. sechsmal (!) so viel CO2 wie eine rein landwirtschaftlich genutzte Fläche der gleichen Größe.

Bedenkt man, dass ein beachtlicher Teil der Ackerbauflächen der Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere dient, hob Michael Finkler die negativen Auswirkungen übermäßigen Fleischkonsums auf das Klima hervor. Der Appell an uns Menschen kann also nur lauten: Esst weniger Fleisch!

Auch wurden die Schüler für die Bedeutung des Waldes bei der Bekämpfung des Klimawandels sensibilisiert. Hierbei erläuterte Michael Finkler den Schülern am Beispiel einer ca. 200 Jahre alten Buche die Notwendigkeit der Aufforstung von Mischwäldern mit robusten und klimaresistenten Baumarten, die zum Schutz des Klimas ebenfalls große Mengen an CO2 aufnehmen und durch ein dichtes Kronendach einer (weiteren) Erhitzung des Bodens entgegenwirken.

Angekommen im Lautenbachtal kam es dann zu einem Treffen mit dem Naturschutzbeauftragten der Stadt St. Wendel und Bundesverdienstkreuzträger Peter Voltz, der die Schüler am Beispiel des Lautenbachs auf die Indikatoren und die Bedeutung sauberer Gewässer für das Ökosystem aufmerksam machte.

Im Anschluss folgte eine Besichtigung des nahegelegenen Wendelinushofes, dessen Betreiber einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur in den Mittelpunkt ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeiten gestellt haben. Hierzu wurden die Schüler von Landwirt Uwe Lessinger durch das Gelände geführt und erhielten einen Einblick in die Tierhaltung des Hofes.

Zufrieden, aber auch etwas müde und hungrig von der langen Wanderung und den vielfältigen Eindrücken, wurde der Ausflug mit einem gemeinsamen Mittagessen auf dem Hof abgeschlossen, ehe es wieder zurück mit dem Zug nach Saarbrücken ging.