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„Die Welt am Abgrund“ – Planspiel der Amadeu Antonio Stiftung

„Die Welt am Abgrund“ – Planspiel der Amadeu Antonio StiftungNicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, sondern auch in Bezug auf den Klimawandel sind in den letzten Jahren zahlreiche Verschwörungserzählungen entstanden. Diese leugnen den menschengemachten Klimawandel nicht nur, sondern behaupten dahinter sogar die Machenschaften anonymer Eliten.

Eine Gruppe von 20 Schüler:innen aus den Klassen Seconde und Premiere haben daher am Projekttag mit den betreuenden Lehrer:innen Oliver Anton, Rebecca Schulz und Niklas Peter das Planspiel „Die Welt am Abgrund“ von der Amadeu Antonio-Stiftung durchgeführt. In dem Planspiel lernten die Schüler:innen nicht nur die Argumentationsweise von sog. „Verschwörungstheorien“ kennen, sondern erprobten auch, wie man diesen im Alltag begegnen kann.

Dabei durften sich die Teilnehmer:innen auf Grundlage eines fiktiven Zukunftsszenarios selbst den sprichwörtlichen Aluhut aufsetzen und in die Rolle von Verschwörungserzähler:innen schlüpfen. Von schwurbelnden Phantasien über eine geheime Weltverschwörung bis hin zur absurden Spinnerei einer Hohlraumerde war alles dabei. Die Teilnehmenden machten sich mit ihren Rollen der verschiedenen Akteur:innen vertraut und spielten diese mit großem Engagement.

Am Ende jedoch fanden alle Schüler:innen wieder in die Realität zurück und diskutierten ihre Erlebnisse und ihre persönliche Handlungsfähigkeit gegenüber „Verschwörungstheorien“ in ihrem persönlichen Umfeld. Deutlich wurde, dass der Glaube in diese modernen Mythen für sie keine Option darstellt und auch diesen „Meinungen“ kein öffentlicher Raum für Diskussionen geboten werden sollte.

Mit dem Ergebnis waren alle Beteiligten sehr zufrieden und wünschen sich, an dem Thema weiter zu arbeiten und öfter Methoden dieser Art im Unterricht erproben zu dürfen.