Einander begegnen – Avancer ensemble – We make Europe happen
 
Kinoseminar zu „Hitlerjunge Quex“ im Filmhaus Saarbrücken

Kinoseminar zu „Hitlerjunge Quex“ im Filmhaus Saarbrücken

Kinoseminar zu "Hitlerjunge Quex" im Filmhaus SaarbrückenIm Filmhaus Saarbrücken nahmen Schülerinnen und Schüler der Klassen 9S2, 2.6, 1S2 und 1S3 organisiert von Frau Beitelstein und Frau Thomé an einem Kinoseminar zum nationalsozialistischen Propagandafilm Hitlerjunge Quex (1933) teil. Ziel der Veranstaltung war es, den Film nicht als Unterhaltung, sondern als historisches Dokument zu analysieren und die Mechanismen nationalsozialistischer Propaganda kritisch zu hinterfragen.

Nach einer Einführung in den historischen Kontext der Zeit des Nationalsozialismus durch den ehemaligen Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, Herrn Dr. Burkhard Jellonek) wurde der Film gemeinsam betrachtet. Im anschließenden Seminar setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit der Entstehungsgeschichte, der Bildsprache und den filmischen Mitteln auseinander. Dabei wurde deutlich, wie gezielt Regie, Musik, Kameraführung und Figurenzeichnung eingesetzt wurden, um die Ideologie des NS-Regimes zu vermitteln und insbesondere junge Menschen zu beeinflussen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Propaganda funktioniert und weshalb sie gerade in autoritären Systemen eine zentrale Rolle spielt. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten, wie Emotionen erzeugt, Feindbilder geschaffen und politische Botschaften über filmische Gestaltung transportiert werden. Gleichzeitig wurde herausgearbeitet, weshalb eine kritische Medienkompetenz auch heute von großer Bedeutung ist.

Das Kinoseminar bot den Jugendlichen die Möglichkeit, Geschichte auf anschauliche Weise zu erleben und historische Quellen kritisch zu analysieren. Die Verbindung von Filmbildung und historisch-politischer Bildung förderte das Verständnis für die Wirkungsweise von Propaganda und stärkte die Fähigkeit, Medieninhalte reflektiert einzuordnen.

Die Veranstaltung im Filmhaus Saarbrücken machte deutlich, dass die Auseinandersetzung mit historischen Propagandafilmen einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung leistet. Sie regte dazu an, Manipulationsstrategien zu erkennen, historische Entwicklungen kritisch zu bewerten und die Bedeutung demokratischer Werte für die Gegenwart zu reflektieren.