Projekt Paris–Berlin 2011/2012 – Zum neunten Mal

Ce projet est traditionnellement organisé pour deux classes de seconde afin de leur faire découvrir les systèmes politiques des deux pays. Cette année mesdames Jahns et Giret ont accompagné les seconde L1 et ES.

Mit diesem Projekt der Klassen Seconde, in diesem Schuljahr die Seconde L1 und ES, können sich die Schüler an Ort und Stelle über die politischen Systeme beider Länder informieren.

Paris – an einem Tag

So besuchten wir am 13. Oktober 2011 aufgrund der Einladung des französischen Abgeordneten Herrn C. Lett das französische Parlament.

La visite de l’Assemblée Nationale eut lieu le 13 octobre 2011 suite à l’invitation de monsieur C. Lett, député de Sarreguemines. Habituellement, nous tentons de montrer quelques aspects de Paris aux élèves en les emmenant dans le quartier de Montmartre et en descendant les Champs Elysées depuis l’Arc de Triomphe. Cette année, nous avons dû transformer et alléger notre programme.

Nach einer Einführung in die französische Gastronomie zum Mittagessen in das berühmte Restaurant Bouillon Chartier musste Mme Giret in der Metrostation zum Montmartre feststellen, dass sie um ihr Geld und ihre Papiere erleichtert worden war. So verbrachte sie schließlich den Nachmittag auf einer Pariser Polizeistation, während Frau Jahns mit den Schülern wenigstens noch den schönen Blick auf die Stadt vom Sacré Coeur aus genießen konnte. Im Metro-Eiltempo fuhr die Gruppe anschließend zum Palais Bourbon, wo die Führung durch die Assemblée Nationale stattfand.

Berlin 05.03.2012 – 09.03.2012

Nach Berlin hatte uns ein ehemaliger Schüler unserer Schule und jetziger Bundestagsabgeordneter Oliver Luksic eingeladen. Das Team der begleitenden Lehrer wurde durch Herrn Bambach, Mathe-Lehrer der 2ES, verstärkt und durch die ehemaligen Kollegen, Herr Lambert und Herr Mühlhaus, die jetzt schon zum neunten Mal die gleiche Fahrt machten, die aber jedes Mal anders verläuft.

Le voyage à Berlin fut organisé à l’invitation d’un ancien élève du lycée, Oliver Luksic, député au Bundestag. L’équipe accompagnant les élèves fut cette année composée, outre mesdasmes Jahns et Giret, de monsieur Bambach, professeur de mathématiques des 2ES et de nos anciens collègues messieurs Lambert et Mühlhaus, qui malgré le fait que ce voyage en soit à sa neuvième année, le rendent chaque fois différent.

Auf nach Berlin!
Unsere Berlin-Impressionen

Aber auch diesmal Abfahrt um 7 Uhr am DFG. Selbst Schüler, die zum Unterricht oft zu spät kommen, waren pünktlich. Und so ging es los.

Sophia Mimi Tannchen, Claire Schlicker: Zwischenstopp

Nach vier Stunden Fahrt endlich ein längerer Zwischenstopp, wir freuten uns auf frische Luft und Bewegung. Als wir aus dem Bus ausstiegen, nieselte es, der rutschige riesige Berg, auf dem die Burg stand, die Graf Ludwig der Springer 1067 hatte erbauen lassen, war schwer zu besteigen. Doch es lohnte sich, oben angekommen bewunderten wir die außergewöhnliche Aussicht ins Tal mit Bergen, Bäumen und Büschen. Dann aber ging es ins Burginnere.
Die heilige Elisabeth, Martin Luther und Goethe !
Was haben sie gemeinsam?
Ja richtig, sie alle waren an eben diesem Platz gewesen, auf dem wir uns jetzt befanden, auf der Wartburg. Begeben wir uns also auf eine Wartburgzeitreise:
Die Heilige Elisabeth lebte dort um 1200, und sie hatte die weißen Tauben, von denen wir jetzt einige auf einem Dachbalken sehen konnten, aus ihrer Heimat Ungarn herbringen lassen.
Junker Jörg, der Deckname Martin Luthers, wurde 1522 in der Burg versteckt, er übersetzte dort das Alte Testament in die deutsche Sprache – später auch das Neue – und machte es somit dem einfachen Volk zugänglich. Zu besichtigen ist heute noch in seinem Arbeitszimmer der schwarze Fleck an der Wand ( der jedoch regelmäßig restauriert werden muss) – der der Legende zufolge von einem Tintenfass stammt, das Luther nach dem Teufel warf, der ihn versuchen wollte.
Goethe war 1777 hier, er besuchte mehrmals die Wartburg und machte Skizzen von ihr.
Übrigens marschierten 1817 die Studenten der Burschenschaften beim Wartburgfest als Protest gegen die fürstliche Politik denselben beschwerlichen Weg rauf auf die Burg, den wir eben genommen hatten.
Doch zurück zu heute: der Wartburg bleiben die weißen Tauben der hl. Elisabeth, der Tintenfleck und uns viele schöne Fotos zur Erinnerung.

Weiter nach Berlin, wo wir endlich um 19 Uhr ankamen.

Clara Beyer: Hotel International

Seit Berlin deutsche Hauptstadt geworden ist, wird es als Reiseziel immer beliebter. Hotels wachsen wie Pilze aus dem Boden und verdrängen mehr und mehr den Wohnraum für die dort lebenden Berliner. So auch unser A&O Hostel, das sich mitten in einem Wohngebiet befindet, aber wegen seiner zentralen Lage, der Nähe zum Hauptbahnhof, sehr beliebt ist. Es ist ein Hostel für den kleinen Geldbeutel, und so übernachten dort neben normalen Berlintouristen Schulklassen aus allen Ländern, Jugendgruppen und Sportvereine. Es gibt ältere Menschen, jüngere, ein Mix aus verschiedenen Altersgruppen. Dank der verschiedenen Sprachen konnte man erkennen, woher die Menschen kamen, aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden oder Polen.
Es gibt dort Zweit- Vier- und Sechsbettzimmer. Wir, Liv und ich, teilten uns ein Zimmer, es war das beste, was ich auf einer Klassenfahrt erlebt habe. Neben der Schlafgelegenheit gab es noch TV und ein eigenes Badezimmer. Für die Freizeit standen ein Billard, Tischfußball und eine Bar zur Verfügung, in der aber für Jugendliche kein Alkohol ausgeschenkt wurde.

Ian Burt: Erster Abend – Wo geht’s denn hier zum Brandenburger Tor?

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, machten wir uns zur besseren Orientierung gemeinsam, d.h. 43 Schüler und fünf Lehrer, auf zum Hauptbahnhof. Dort trennten wir uns, damit wir essen gehen konnten. Meine Gruppe wollte zum Brandenburger Tor, das aber nirgends zu sehen war. „Wo geht’s denn hier zum Brandenburger Tor?“, fragten wir schließlich einen vorbeikommenden Passanten. Der aber zuckte nur mit den Schultern, er war ebenfalls Tourist. Zum Glück waren wir in der Nähe des Bundeskanzleramtes, so dass wir einen der zahlreichen Wächter fragen konnten. Dieser erklärte uns routiniert den nicht allzu langen Weg – und in fünf Minuten standen wir vor dem hell beleuchteten Tor, das mit der amerikanischen Botschaft und dem Adlon Hotel als Kulisse einen beeindruckenden Anblick bot, obwohl der Platz davor nahezu menschenleer war. Es war schwer vorstellbar, dass es zu DDR Zeiten nur für Staatsgäste oder ähnlich wichtige Personen zugänglich war, da sich wenige Meter entfernt die Mauer befand.

Zwei Tage später, als wir mit der ganzen Klasse das Tor besichtigten, bot sich uns ein ganz anderer Anblick. Bei Tag tummeln sich hier Touristen aus aller Herren Länder und Straßenkünstler versuchen ihr Glück, z.B. als Gorilla verkleidet.

Der zweite Tag

Unser Tag begann mit einer Stadtrundfahrt, einen etwas längeren Halt machten wir an der East Side Galerie, einem Rest der Mauer, die früher die Stadt geteilt hat und die nun durch Künstler aus aller Welt zu einer künstlerischen Gestaltung von Friedensbotschaften gemacht wurde.

Damia Talon: le Mur de Berlin

Le Mur, symbole de la partition de la ville pendant la Guerre froide, fit également l’objet de notre attention. De ce mur, qui a détruit la vie de nombreuses familles berlinoises, divisées en deux, ou ayant perdu un membre en tentant de le franchir, demeurent quelques vestiges. Pouvoir le voir et le toucher fut pour nous une expérience enrichissante. En effet, je l’imaginai triste et gris et il est bariolé de mille couleurs.

Passend zur Epoche des Mauerbaus besuchten wir als nächstes das ehemalige Stasi Gefängnis in Berlin Hohenschönhausen.

Léa Massfelder, Liliane Zhianfar: Prison de Hohenschönhausen

En raison de la taille du groupe, deux visites ont été proposées par deux guides différents. C’est un ancien détenu qui nous a guidés dans ce centre de détention fermé seulement en 1994. Son histoire personnelle est peu banale. En effet, notre guide, parlant « Hoch Deutsch » sans l’accent de l’Est, est né dans la région de Hanovre. En fait, son père, ingénieur, était, comme il l’apprit à ses dépens, un espion de la DDR. Dans les années 1980, sous prétexte de grands parents, restés à l’est en 1949, malades, la famille se rendit à l’Est. En fait, son père fuyait l’Ouest. Il est à noter que la mère de notre guide, n’était pas au courant des activités d’espionnage de son mari. Voyant qu’il se trouvait bloqué à l’Est, notre guide, alors mineur, tenta de rejoindre son frère, majeur, qui était resté à l’Ouest. Il en fut empêché et se retrouva enfermé et torturé à « Hohenschönhausen ». Son récit n’en fut que plus poignant.

La visite s’effectua en deux temps. Nous avons tout d’abord visité les plus anciennes et les plus terribles cellules, enterrées (dans des caves). Les prisonniers, souvent innocents, dormaient dans un « lit » en planches de bois, sans couverture et n’avaient qu’un sceau remplacé toutes les deux semaines en guise de toilettes. On vous laisse imaginer l’état d’hygiène de la prison ! La torture psychologique était monnaie courante à Hohenschönhausen. Tout y était fait pour que les prisonniers perdent les notions de temps et d’espace. Certains prisonniers, assez nombreux, ne savaient même pas pourquoi ils étaient là. Nous avons aussi visité le « nouveau » bâtiment, construit à la fin des années 70, un peu moins impressionnant, mais où se déroulaient les interrogatoires, véritable torture psychologique pour les prisonniers.

Emmanuelle Gatzke: Prison de Hohenschönhausen

La visite se déroula par un temps ensoleillé mais froid, ce qui a pu nous faire appréhender une partie de ce qu’on pu subir les prisonniers dans ce lieu froid, et naturellement pas chauffé l’hiver, et humide. Cette prison était une prison secrète de la Stasi (« Staatssicherheit »), non répertoriée sur les plans de la ville du temps de la DDR. Notre guide, ancien prisonnier, nous expliqua comment se déroulait la vie quotidienne dans la prison. Il insista notamment sur le manque d’hygiène du lieu, sur les variations de température ainsi que le bruit permanent que les gardiens faisaient subir aux détenus afin de les déstabiliser. Certains détenus sont ressortis fous de leur séjour à Hohenschönhausen. A la fin de la visite j’étais bien contente de sortir de ce lieu et de rejoindre le bus qui nous a conduis ensuite à la Chancellerie pour la dernière visite de la journée.
Die zweite Gruppe, ein zweite Führung:

Liv Haettich: Wie viel ist ein Menschenleben eigentlich wert?

Im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen nicht viel. Der Einführungsfilm, der uns gezeigt wurde, hat uns darüber aufgeklärt, wie viele Leben von der Staatssicherheit zerstört worden sind. Eine von denjenigen, die zu Unrecht von der DDR bestraft wurden, durften wir kennenlernen, es war die Frau, die uns geführt hat, Frau Schönherz, eine ehemalige DDR-Fernsehmoderatorin. Sie war 1974 in Hohenschönhausen wegen „staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme“ und „Vorbereitung eines ungesetzlichen Grenzübertritts in besonders schwerem Fall“ inhaftiert. Während sie uns durchs Gebäude führte, konnten wir nur erahnen, wie schlimm es damals gewesen sein muss. In den unteren Bereichen des Gefängnisses wurden bis in die 50er Jahre die Häftlinge eingepfercht und mit körperlicher Folter bedroht. Später wurde der Hochsicherheitstrakt gebaut, in dem auch Frau Schönherz inhaftiert war, von der Außenwelt vollkommen abgeschottet, da Hohenschönhausen auf keiner Karte markiert war und von dort keine Informationen kamen. Die Stasi-Mitarbeiter, die extra dafür ausgebildet waren, hatten gelernt, dass psychische Folter effektiver ist als körperliche. Narben in der Seele kann man schließlich nicht sehen und sie können auch nicht nachgewiesen werden. Systematischer Schlafentzug durch Lärm und Kontrolle, Demütigung und Schweigen waren an der Tagesordnung. Am meisten schockiert hat mich jedoch die Gummizelle, ein runder mit Gummiwänden tapezierter Raum, in den die Häftlinge zur „Beruhigung“ kamen. Allerdings kann man kaum erwarten, dass man ruhig bleibt, wenn man eingesperrt wird, ohne jemals etwas Unrechtes getan zu haben. Da in diesen Zellen alles dunkel war und man nichts hören konnte, wurden die Menschen, die dort drinnen bleiben mussten, meistens wahnsinnig. Da der Raum vollkommen leer war, kann man sich vorstellen, wie schlimm es gewesen sein muss, dort auch nur ein paar Stunden zu verbringen. Die billigste und effektivste Art der Folter, die es überhaupt gibt.
Durch diesen Besuch konnten wir erkennen, was für ein gutes Leben wir heute haben, und dass wir alles dafür tun müssen, dass nicht noch einmal eine Diktatur an die Macht kommen kann. Großen Respekt habe ich vor den Zeitzeugen, die uns darüber aufklären, was dort passiert ist, und sich jeden Tag an den Ort zurückbegeben, den sie wohl nie vergessen werden.

Der dritte Tag

Stacy Frindt: Checkpoint Charly

Wie jeden Morgen begann unser Programm um 9 Uhr, diesmal am Checkpoint Charly, dem bekanntesten Grenzübergang, der 1961 nach dem Mauerbau eingerichtet worden war.
Heute eine große Kreuzung und eine ziemlich enge und leere Straße. Zwischen beiden Fahrbahnen ein weißes gartenhausähnliches Häuschen. Davor aufgestapelte Sandsäcke und eine Gedenktafel an die Panzerkonfrontation der Russen und Amerikaner 1961. Am vorderen Teil der Insel ein großes Bild eines russischen Soldaten, am rechten Straßenrand ein Schild: You are now leaving the american sector. Darunter lesen wir denselben Satz in Russisch, Französisch und klein auch in Deutsch.
Auf beiden Seiten der Straße Souvenir-Shops, ein McDonald und weiter runter das Checkpoint Charlie Museum. Überall werden eindruckvolle Poster zur Berlingeschichte angeboten, Postkarten aus der DDR Zeit usw. Berlin, ein einziger Souvenirladen? Wo bleibt die Geschichte, ist sie käuflich?
Dazu meinte Alina: “Man kann sich nicht vorstellen, was sich hier abgespielt hat.“

Lena Tschauder: Das Holocaust-Mahnmal

Nous sommes ensuite allés voir le monument à la mémoire des Juifs exterminés par le régime nazi. Construit en 2003-2004, ce monument situé entre la porte de Brandebourg et la « Postdamer Platz », fut inauguré en 2005. Il se compose de 2711 stèles de béton censées symboliser l’Holocauste. Notre visite se fit sous un franc soleil, avec un vent glacial. Arrivant de la « Postdamer Platz », nous nous approchâmes lentement et aperçûmes d’innombrables blocs rectangulaires gris (couleur de la tristesse des camps de la mort). Au premier abord, j’ai pensé à des tombes à cause des formes et de la couleur.

Ces stèles sont alignées sur un sol « ondulé » ce qui m’a donné une sensation d’oppression, comme dans un labyrinthe, au fil de notre progression. A la différence des petites stèles ensoleillées, sur lesquelles on avait envie de s’asseoir, les plus grandes représentaient pour moi une sorte de puissance par leur ombre qui nous recouvrait. Peut-être symbolisent-elles le pouvoir et l’oppression qu’exercèrent les nazis sur les Juifs.

Après un quart d’heure de « promenade » à travers les monuments, nous nous sommes réunis pour poursuivre notre chemin en direction du « Bundestag ». En m’éloignant j’ai pensé, en voyant toutes ces stèles, à tous ces Juifs rassemblés ne représentant rien pour les nazis.

Ein Tag im Bundestag

Nora-Marie Hüser: Eine Einladung zum Mittagessen

Nach der Besichtigung des Checkpoint Charly und des Holocaust Mahnmals befanden wir uns gegen elf Uhr am Paul-Löbe-Haus, ein Gebäude neben dem Reichstag, in dem sich die Büros der Bundestagsabgeordneten befinden und vor allem die Bundestagskantinen. Wir waren zum Mittagessen eingeladen.

Michelle Schröder, Lioba Wendling:

Aber zunächst befanden wir uns vor verschlossenen Türen, was aufgrund der niedrigen Temperaturen recht unangenehm war. Und dann begann die gleiche Prozedur, wie wir sie schon vom Bundeskanzleramt kannten. Alle, Schüler wie Lehrer, mussten nacheinander die Sicherheitskontrollen passieren. Nachdem man sich vergewissert hatte, dass niemand Waffen oder andere gefährliche Gegenstände in das Herz der deutschen Politik geschmuggelt hatte, wurden wir wiederum im Foyer abgestellt. Nach dem obligatorischen Toilettengang führte uns eine freundliche Mitarbeiterin des Hauses zur Besucherkantine. Diese ist über der Abgeordnetenkantine gelegen, ist aber weder so groß noch so schön. Trotzdem muss man dem Staate zugute halten, Abgeordnete zahlen für ihr Mittagessen, Besucher nicht.

Nora-Marie Hüser:

Uns erwarteten zwei Menüs: für Vegetarier eine große Portion Falafel mit Reis und Minzsoße und für Fleischesser Putenschnitzel mit Chilireis. Für die meisten Schüler war das eine große Abwechslung im täglichen Speiseplan, da wir uns meist von Donuts, Pizzen, Berliner Currywürsten und anderem Fast Food ernährten. So nahmen wir freudig überrascht unser gewähltes Menü entgegen und suchten uns einen Sitzplatz an der großen Fensterfront, von wo man einen schönen Blick auf das Bundeskanzleramt und die Spree hatte und man das sonnige Berlin genießen konnte.

Klara Becker, Valentina Roth: Die Plenarsitzung

Nach dieser angenehmen Stärkung wurden wir durch einen unterirdischen Gang vom Löbe-Haus zum Reichstagsgebäude geführt, wir passierten lange Flure, ewige Treppen bis zum riesigen Plenarsaal, wo man gleich unsere Handys einkassierte. Anschließend wies uns ein freundlicher Mitarbeiter Plätze auf der Tribüne zu und nahm sich reichlich Zeit – die Abgeordneten hatten noch Mittagspause – uns in den Verlauf und die Regeln so einer Sitzung einzuführen:
– Es war untersagt die Augen zu schließen oder krumm zu sitzen.
– Ebenso durften wir nicht gähnen oder anders Langeweile ausdrücken.
– Sobald der Gong das Erscheinen des Präsidenten ankündigt, sollten wir wie alle anderen aufstehen.
Wir folgten diesen Anweisungen und die Sitzung begann. Wir waren alle gespannt, denn Guido Westerwelle eröffnete die Debatte mit einer Rede. Immerhin sieht man nicht jeden Tag so einen berühmten Politiker bei der Arbeit. Wir bemühten uns also zuzuhören und alles zu verstehen, was anfangs auch kein Problem war. Thema: Schuldenbremse – interessant. Aber dann ging es weiter ohne Punkt und ohne Komma: Fiskalpakt? Sixpakt? Twopakt? Was? Schon fünf Minuten über die Zeit? So langsam verstanden wir gar nicht mehr. Alle Abgeordneten überzogen die Redezeit, waren unaufmerksam, spielten mit ihren Handys, kippelten auf ihren Stühlen, redeten miteinander, machten Witze und kamen und gingen, wenn ihnen danach war. Nur wir saßen brav auf unserer Tribüne und verspürten den Drang, ständig auf die Uhr zu sehen. Als wir dann endlich nach einer Stunde den Saal verließen, kam es uns wie zwei Tage vor. Die Gruppe steuerte zur Entspannung auf die Toiletten zu, bevor wir unseren Besuch im Bundestag mit einem Gespräch mit dem Abgeordneten fortsetzen sollten.

Sebastian Quirmbach:

Er sieht dies etwas anders:
Natürlich erfreute sich nicht jeder von uns an dem etwas gehobenen Vokabular der Politiker, doch für mich war es ein tolles Erlebnis, unserem Außenminister, Herrn Westerwelle, im Streit mit den Abgeordneten anderer Parteien zu lauschen.

Das Abgeordnetengespräch

Nach der Plenarsitzung wurde unsere Gruppe in einen kleinen Konferenzraum geleitet, wo das Gespräch mit dem einladenden Abgeordneten , Oliver Luksic, stattfinden sollten. Wegen des Wahlkampfs im Saarland konnte er jedoch nicht nach Berlin kommen. Als „Ersatz“ standen uns gleich drei Abgeordnete seiner Partei zur Verfügung: Horst Meierhofer aus Bayern, Heiner Kamp, der im Bildungsausschuss des Bundestages sitzt, und Dr.Volker Wissing, Finanzpolitischer Sprecher der FDP und ihr stellvertretender Vorsitzender. Letzter erläuterte auch gleich in verständlicherem Deutsch die Bundestagsdebatte zur Schuldenbremse und den FDP Standpunkt dazu. Aber auch auf kritische Fragen der Schüler nach den Gründen für das Umfragetief der FDP wurde eingegangen. Die Zeit verging wie im Flug, und das anregende Gespräch musste beendet werden, als sich vor der Türe lautstark die nächste Schulklasse mit einer Abgeordneten der Grünen meldete, denn wir hatten schon eine Viertelstunde überzogen.

Wir besuchten zum Abschluss noch die riesige Kuppel, die majestätisch über dem Reichstagsgebäude thront. In 360° kann man die gesamte Hauptstadt überblicken, vom Brandenburger Tor bis zum Fernsehturm am Alexanderplatz, vom Bundeskanzleramt bis zum Berliner Dom, ein unglaubliches Erlebnis, was ich jedem nur empfehlen kann.

Der vierte Tag

Alina Deutsch, Sophia Iwanski:

Nach einem frühen Start in unseren letzten Tag in Berlin waren wir mit dem Bus auf dem Weg zum Bundesrat. Wir waren noch sehr müde vom Vorabend, da wir bis spät auf dem Ku’damm eingekauft hatten.

Der Zapfenstreich

Nichts ahnend fuhren wir am Schloss Bellevue vorbei, dem Sitz des Bundespräsidenten und früher auch der Regierungssitz des Bruders Friedrichs des Großen. Doch heute strahlte das Schloss nicht in seinem Prunk, heute war alles anders. Das lag nicht nur an dem grauen Himmel, der alle mit einem kalten Nieselregen bedeckte. Wir erfuhren, dass am Abend in diesem Schloss die Abdankung des Expräsidenten Christian Wulff stattfinden sollte. Es wurden schon Kameras aufgebaut, Absperrgitter errichtet, ein Fernsehteam interviewte einen der dort Arbeitenden. Für uns ging es jedoch erst weiter, auf dem Programm standen noch das Berliner Schloss, das Museum Topographie des Terrors und nicht zuletzt der Besuch des Bundesrates.
Am Abend schalteten wir nach einem sehr ereignisreichen Tag im Hotel den Fernseher an. Bequem auf unseren Betten sitzend betrachteten wir das Spektakel, das sich ganz in der Nähe unseres Hotels am Schloss Bellevue abspielte. Zahlreiche Demonstranten hatten sich versammelt und grölten, schimpften, tobten und bliesen in Vuvuzelas, um die Zeremonie zu stören. Der Bundespräsident und die wenigen Gäste ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. So manifestierte sich der Widerstand der Bürger gegen dieses „lachhafte Spektakel“ , so ein Bürger im Interview mit einem Reporter, für einen Bundespräsidenten, der nach nur 20 Monaten vom Amt zurücktritt, weil die Staatsanwalt wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung während seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident ermittelt. Die Bürger schrien: „Schande! Wulff, du bist eine Schande für unser Land!“
Die Woche in Berlin war äußerst lehrreich, wir lernten nicht nur die politischen Institutionen aus der Nähe kennen, sondern auch Politiker, die nur Menschen sind und somit auch Fehler begehen wie unser werter Herr Wulff.

Bevor wir zum wichtigsten Programmpunkt an diesem Tag kommen sollten, dem Besuch des Bundesrates, machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Gendarmenmarkt und zum Berliner Schloss.

Alexandre Valent: La Gendarmenmarkt Platz

La place du marché des gendarmes ou « Gendarmenmarkt Platz », sur laquelle s’élèvent la « Deutscher Dom » et la « Französischer Dom » qui encadrent la « Schauspielhaus » est un lieu très important pour qui s’intéresse à l’histoire franco-allemande. En effet elle témoigne de la présence de nombreux Français à Berlin dès la fin du XVIIe siècle. En effet, quand Louis XIV révoqua l’Edit de Nantes, qui autorisait la pratique du culte protestant en France, en 1685, de nombreux Huguenots (protestants) quittèrent le royaume. Une partie d’entre eux fut accueillie à bras ouverts par le roi de Prusse. Pour l’essentiel, ces Huguenots étaient des artisans, des commerçants et des banquiers. Ils vinrent avec leurs savoir-faire, leur culture et leur argent. Leur présence a permis à la ville de Berlin de rayonner davantage au XVIIIe siècle. D’ailleurs le roi de Prusse ne parlait pas l’allemand mais le français à sa cour. La présence française à Berlin était si importante qu’un lycée, ancêtre du lycée français actuel fut fondé pour accueillir les enfants de Huguenots. La présence française, ancienne, est encore très présente dans la ville. De nombreux Berlinois ont un patronyme à consonance française (ex : De Maizière) et quelques mots français sont utilisés dans une ville où l’on marche sur des « trottoirs » et où l’on mange des « boulettes » de viande.

Mascha Buchmann: Weit und breit kein Schloss!

Nun ging es also zum Berliner Schloss, ich hatte mir ausgesucht, darüber zu schreiben, obwohl ich eigentlich kein großes Interesse an Schlössern habe, und das Berliner Schloss kannte ich nicht mal. Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt hielt unser Bus. Bei dem nasskalten Wetter wollte eigentlich kein Schüler den Bus verlassen, und so folgten wir der Aufforderung der Lehrer eher lustlos. Aus der kleinen Seitenstraße, wo unser Bus parkte, traten wir auf einen großen Platz, umgeben von Wiesen. Hier blieb Herr Mühlhaus stehen und verkündete laut: „So, wir sind da. Hier ist das Berliner Schloss.“ Verwundert blickten wir uns um. Vor uns lag die leere Wiese, eher trist anzusehen bei diesem Wetter, daneben Häuser, eine riesige Baustelle, das Kreischen von Bohrern und Presslufthämmern und der Autolärm dröhnte in unseren Ohren, aber weit und breit war kein schlossähnliches Gebäude in Sicht. Als Herr Mühlhaus unsere fragenden Blicke bemerkte, musste er grinsen, und er erklärte uns, dass das Berliner Schloss einmal dort gestanden hatte, wo sich jetzt die Baustelle befand. Da die große Kuppel des Schlosses eingebrochen war, sprengte man diese in den 50er Jahren und riss danach das Schloss ab. Heute fragt man sich, ob es wieder aufgebaut werden soll, da es architektonisch wichtig ist und ein Symbol für das alte Berlin. Allerdings hat das Projekt auch viele Gegner, weil der Wiederaufbau sehr teuer wird.
Wie dem auch sei, mein Interesse für Schlösser ist geweckt. Und wenn das Berliner Schloss bei meinem nächsten Berlinbesuch wiederaufgebaut sein sollte, werde ich es bestimmt besuchen.

Der Bus setzte uns schließlich am Museum Topographie des Terrors ab, das wir noch besuchten, bevor es in die Mittagspause ging.

Mélinda Maillard, Lucien Schmidt-Berteau: Topographie de la Terreur

Le musée «Topographie des Terrors » est situé au cœur de Berlin, sur l’ancien emplacement du siège central de la Gestapo, puis du mur. Il évoque les périodes dictatoriales qu’a connus l’Allemagne au XXe siècle. La visite s’effectue en deux temps. Dans un premier temps, nous avons longé un reste du mur et les fondations des geôles de la Gestapo où l’on nous explique l’horreur nazie puis les exactions de la DDR. Ensuite, à l’intérieur, nous avons vu une exposition relatant l’action de la Gestapo depuis son siège de Berlin, où de nombreux prisonniers politiques furent torturés et exécutés. Cette visite nous a particulièrement impressionné pendant notre séjour à Berlin.

Andreas Bender, Maite Stopp: Im Bundesrat

Der Bundesrat, ein wichtiges Organ der Gesetzgebung, zog im Jahr 2000 von Bonn nach Berlin um und ist jetzt im ehemaligen preußischen Herrenhaus untergebracht. Leider ist von der altehrwürdigen Architektur nicht mehr viel erhalten, nur noch die Fassade und die beiden großen Eingangshallen deuten darauf hin, wie eindrucksvoll das Gebäude einmal gewesen sein muss.
Das alles erklärte uns ein sehr freundlicher und vor allem humorvoller Führer, der es verstand, mit jungen Menschen zu kommunizieren und uns zu begeistern.

Höhepunkt des Besuches war aber ein Rollenspiel. Um die Arbeitsweise des Bundesrates besser verstehen zu können, sollten wir eine Sitzung nachstellen, wir sollten ein Gesetz verabschieden: einige Schüler übernahmen die Vertretung für die verschiedenen Bundesländer, hierbei war natürlich das Saarland sehr beliebt. Andere übernahmen das Bundesratspräsidium, wieder andere die Bundesregierung. Das Thema, also in diesem Fall das Gesetz, durften wir uns selber aussuchen. Wir wählten einstimmig: Die Vereinheitlichung der Bildungspolitik. Jedes Bundesland musste nun seine Meinung zum Problem vortragen, danach wurde abgestimmt. Das Ergebnis war eindeutig: Wenn wir zu entscheiden hätten, würde der Föderalismus im Bildungsbereich abgeschafft!

Melinda Krause: Das Pergamonmuseum mit der Panoramaausstellung

Vom Bundesrat ging es zu Fuß quer durch Berlin zur Museumsinsel, wo das Pergamonmuseum liegt, gegenüber der Wohnung von Angela Merkel.
Dort angekommen stiegen wir zunächst viele Treppen nach oben, von wo sich uns ein fantastischer Blick auf das historische Pergamon eröffnete. Wir erlebten einen ganzen Tag in dieser antiken Stadt. Ein 360° Panoramabild stellte typische Szenen im Leben dieser Menschen dar, und dies 25X100m große fotorealistische Rundbild mit akustischen Nachahmungen sowie Tag-und Nachtsimulationen ließ uns daran teilhaben. Alles erzeugte einen tollen 3D-Effekt, so dass mir immer etwas schwindlig wurde, wenn ich auf das Bild zuging.
Anschließend besichtigten wir im Museum den Pergamontempel im Original, der uns jetzt, da wir seine ursprüngliche Umgebung kennengelernt hatten, noch beeindruckender erschien.

Andou Diagne, Alexander Koch: Auf dem Kurfürstendamm – endlich Freizeit

Im Volksmund auch Kudamm genannt. Er lag nur 3-4 U-Bahnhaltestellen von unserem Hotel entfernt. Er war als Dammweg vom Berliner Stadtschloss zum Jagdschloss Grunewald angelegt worden und diente ursprünglich als Reitweg für den Kurfürsten Joachim II. Heute ist es die größte Shoppingmeile Berlins, wo man neben Sportgeschäften, Bekleidungsgeschäften etc. alles findet. Und dies war der Grund, warum wir einen Großteil unserer Freizeit dort verbrachten, wo wir einkauften und aßen und tranken. Amletzten Abend in Berlin konnte man den größten Teil der beiden Klassen dort antreffen, um auch noch das letzte Geld loszuwerden.

Fanny Spiegelhalter: Döner, Pizza, noch mal Döner

Wie ungesund, wird jetzt jeder denken. Aber wir mussten uns mittags und abends selbst versorgen, und da boten sich Döner, Pizza, noch mal Döner, Asiatisch an. Schon wegen des Preises, außerdem waren wir in Gruppen und mit dieser Speisenfolge waren immer alle einverstanden. Es gibt dabei schließlich auch etwas Gesundes: immerhin den Salat im Döner, die Tomaten auf der Pizza, Tomaten und Salatblätter im Burger oder das Gemüse im „Asia-Teller“. Auch die Bubble-Teas, der Renner auf dieser Klassenfahrt, sind fruchtig.
Hauptattraktion in dieser Woche aber waren die Donuts von Dunkin’ Donats, diese runden mit Zuckerguss, Schokolade und bunten Streuseln verzierten süßen Ringe, die heilig schienen, sobald man die Füllung auf der Zunge zergehen ließ, die uns in den stärksten Momenten schwach werden ließen. So viele Donuts, wie wir in diesen fünf Tagen verputzten, hatten viele von uns vorher nicht in einem Jahr gegessen. Vielleicht war es aber auch Tom, der Verkäufer, ein freundlicher, lustiger Kerl, der immer einen Witz auf den Lippen hatte, der vor allem die Mädchen in seinen Laden im Hauptbahnhof anlockte.
So oder so, das Vergnügen bleibt nicht folgenlos – aus der Traum von der perfekten Bikinifigur!

Der letzte Tag – Rückfahrt

Diesmal um 6 Uhr aufstehen, packen, Zimmer aufräumen und räumen, Koffer in den Bus tragen, frühstücken. Abfahrt um 8 Uhr. Wir hatten eine lange Fahrt vor uns. Zum Glück noch ein Zwischenstopp, da der Fahrer Pause machen musste.

Anna Barmbold, Lea Piazza: Weimar – der Zwischenstopp

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind“
Wer kennt es nicht, das Gedicht „Der Erlkönig“, eines der bekanntesten Goethes, das bei uns am DFG die meisten Schüler auswendig gelernt haben. So haben wir uns gefreut, dass wir auf der Heimreise nach Saarbrücken in Weimar, der Stadt Goethes und Schillers, Halt gemacht haben. Der Geist des alten „Hexenmeisters“ und seines Freundes ist in dieser Stadt immer noch lebendig und zieht viele Touristen an, die sich hier den Dichtern und Schriftstellern nahe fühlen wollen. Das kann man in der Stadtmitte am Goethe-Schiller-Denkmal, das die berühmten Söhne der Stadt überlebensgroß in Bronze darstellt, oder auch , wie wir es gemacht haben, im Goethehaus, heute Goethe-Nationalmuseum, oder im Schillerhaus mit dem angrenzenden Schillermuseum. Immerhin schufen sie hier die „Weimarer Klassik“.
Aber auch für die deutsche politische Geschichte ist die Stadt bedeutend. Hier tagte 1919/20 die deutsche Nationalversammlung, die die Verfassung der Weimarer Republik beschloss.
Seit 1998 ist das klassische Weimar von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Genug Kultur, der Mensch muss auch essen, so versorgten wir uns in der Innenstadt von Weimar noch schnell mit ausreichend Brötchen und Getränken, bevor es mit dem Bus zurück nach Saarbücken ging.

Eindrücke von der Fahrt:

Sophia Tannchen:
Das Stasi Gefängnis war schrecklich! Ich habe manchmal noch Alpträume davon. Diese Besichtigung war nichts für schwache Nerven.

Melinda Krause:
Beim Besuch des Stasi Gefängnisses musste ich mich an manchen Stellen zurückhalten, um nicht zu weinen, denn die Führerin war eine frühere Insassin und schilderte alles so grausam, wie sie es erlebt hatte.

Aida El-Far:
Die Führung durch die Gedenkstätte in Hohenschönhausen war die beeindruckendste überhaupt. Keine andere hat so einen intensiven Einfluss auf uns ausgeübt.

Lea Piazza:
Ich fand die Geschichte von Frau Schönherz im Stasi-Gefängnis interessant und berührend. Es ist ein Erlebnis, die Geschichte eines einzelnen Menschen zu hören und die damaligen Lebensverhältnisse zu sehen, es ist was anderes als ein Geschichtsbuch.

Valentina Roth:
Es war eine informative und dennoch lustige Fahrt. Wir haben viel gesehen und besichtigt, aber hatten in Gruppen viel Freizeit, um Berlin selbst zu entdecken,

Liv Haettich:
Es hat mir gefallen, dass wir alle eine richtige Klassengemeinschaft waren und wenig Streit hatten. Des weiteren fand ich es interessant, dass wir in vielen Gebäuden waren, in denen wir im Normalfall nicht reingekommen wären, wie z.B. im Bundestag.

Claire Schlicker:
Das Essen im Paul-Löbe-Haus war zu scharf.

Christoph Meyer:
Es war sehr angenehm, im Hotel mit den anderen Gästen zu reden, die aus ganz Europa kamen. Diese Gespräche waren mein persönliches Highlight. Die Freizeit war gut, jedoch konnte man nicht das Berliner Nachtleben entdecken, was jedoch zu gefährlich gewesen wäre und auf mein Verständnis trifft.

Clara Beyer:
Am letzten Abend lernten wir sympathische belgische Studenten im Hotel kennen. Wir redeten Englisch, Französisch und Deutsch und auch noch mit Händen und Füßen um uns zu verständigen.

Fanny Spiegelhalter:
Wir hatten viel Freizeit und konnten dann tun und lassen, was wir wollten. Die Besichtigungen waren interessant und nicht zu lang.

David Geid:
Die Lehrer auf der Fahrt waren alle sehr gechillt.

Alexander Koch:
Es wäre besser gewesen, wenn wir zu einer wärmeren Zeit gefahren wären.

Maite Stopp:
Auch für weniger Politikinteressierte waren die Führungen durch Bundestag, -rat und Kanzleramt sehr lehrreich und vor allem spannend gestaltet. Im Endeffekt lernte jeder etwas Neues. Es ist einfach anders, es zu erleben, statt es monoton im Klassenzimmer zu hören.

Lena Tschauder:
Was mir dort nicht gefallen hat, war die Unfreundlichkeit vieler Menschen, vor allem im Bundestag.

Alina Deutsch:
Ich finde, dass Jugendliche in unserem Alter Bescheid wissen sollten, was in unserem Land passiert, und so glaube ich, dass die Besichtigung des Bundestages, Bundeskanzleramtes und Bundesrates eine wichtige Erfahrung ist, die bestimmt nicht alle in meinem Alter machen können.

Sebastian Quirmbach:
Natürlich waren die freien Nachmittage das Beste, weil dadurch jeder sich seinen eigenen Eindruck von dieser wundervollen Stadt machen konnte, aber auch, weil das Vertrauen, das die Lehrer in uns setzten, jeden Schüler ein Stück erwachsener werden ließ.

Anna Barmbold:
Berlin ist eine tolle, große, moderne Stadt, überall hängt, steht, liegt Kunst in der Hauptstadt rum.
Wir haben in 5 Tagen so viel gesehen, so viel erlebt. Auch die berühmten Gebäude haben mir gefallen, und ich bin froh, sagen zu können: “Ich war da!“ Ich war an der Berliner Mauer, ich war an der Spree, ich habe das Brandenburger Tor von unten gesehen, ich habe Berlin er- und gelebt.

Michelle Senzig:
Egal, wo man sich gerade in Berlin befindet, man kann sich sicher sein, dass man von Geschichte umgeben ist.

Sophia Iwanski:
Das einzig Negative an der Fahrt war, dass sie viel zu kurz war. Ich wäre gerne länger geblieben!!!

Zehn Tage nach dieser letzten Berlinfahrt ist leider plötzlich und unerwartet unser ehemaliger Kollege, Hans Lambert, verstorben. Da er sehr an diesem Projekt hing, das er mit ins Leben gerufen hatte, begleitete er uns auch dieses Mal nach Berlin, und gemeinsam machten wir schon Pläne für das nächste Jahr, das 10jährige Jubiläum, das er nun nicht mehr mit uns gemeinsam begehen kann. Aber es wird uns eine Aufgabe sein, das Projekt in seinem Sinne weiterzuführen.

V. Giret, A. Jahns

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