DFG-Schüler beim Kolloquium der Großregion in Luxemburg

Colloque de la Grande Région à Luxembourg 2018Die aus Frankreich, Deutschland, Luxemburg und Belgien bestehende Großregion hat es sich zum Ziel gesetzt, einen gemeinsamen Raum für Kooperation zugunsten der Einwohner, und zur Förderung der Wirtschaft und der Mitgliedsgebiete zu schaffen. Unter der luxemburgischen Präsidentschaft des 16. Gipfels der Großregion wurden nun eine Neuerung eingeführt: Jugendliche wurden an der Zukunft der Großregion beteiligt. Dazu trafen sich am 9. Mai 2018 zum ersten Mal 250 Jugendliche im Alter von 13 bis 26 Jahren in Luxemburg. Es ging an diesem Tag um einen Ideen- und Informationsaustausch zu aktuellen Herausforderungen für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union.

Madame Giret und Monsieur Albert haben als Lehrkräfte für Gesellschaftswissenschaften einigen Schülerinnen und Schülern am DFG eine Teilnahme an der Veranstaltung vorgeschlagen. Julie Neumann, Caroline Von Gröling, Anne-Sophie Veck, Marie Pia Schader, Elena Ott, Maurice Kruchten, Mercure Libbrecht Gourdet, Gaétan Glaub und ich haben uns daraufhin freiwillig gemeldet. Zur Vorbereitung recherchierten wir zu jedem Thema, das in einer der Arbeitsgruppen behandelt werde sollte.

Am Nachmittag des 7. Mai wurden wir in einer Jugendherberge in Luxemburg empfangen. Für 18:30 Uhr war dann ein Briefing angesetzt, bei dem uns Alexandra Werner als Referentin über die letzten Details zum Ablauf unseres Aufenthalts in Luxemburg informierte. Das Personal der Jugendherberge war sehr freundlich und der Aufenthalt dort sehr angenehm.

Colloque de la Grande Région à Luxembourg 2018Bei einer abendlichen Stadtbesichtigung in Luxemburg ab 20:30 Uhr lernten wir die wichtigsten Orte dieser schönen, sehr sauberen Stadt mit hoher Lebensqualität kennen.

Am nächsten Morgen waren wir in die Abgeordnetenkammer eingeladen, in der die luxemburgische Vorsitzenden, bestehend aus Corinne Cahen, der Präsidentin des Gipfels der Exekutiven, Mars Di Bartolomeo, dem Vorsitzenden des Interregionalen Parlamentarierrats und anderen Amtsträgern offiziell das innovative Projekt und ihre Bestrebungen vorstellten, mehr Jugendliche an der Entwicklung der Großregion zu beteiligen. Wir alle waren von dem prunkvollen Gebäude beeindruckt und es erfüllte uns mit Stolz, uns dort aufzuhalten.

Später wurden wir in vier Arbeitsgruppen aufgeteilt:

Themen wie

  • die Zukunft der Großregion und der Europäischen Union
  • die Gestaltung des Gebiets ohne Grenzen
  • die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung
  • Chancengleichheit

betreffen uns alle.

Ziel war es, über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen in der Großregion und der Europäischen Union zu debattieren.

Es war sehr interessant, mit Personen aus verschiedenen Ländern zu diskutieren, denn wir hatten alle ungefähr die gleichen Beobachtungen in unseren Heimatländern gemacht und ähnliche Ideen, welche Änderungen und Verbesserungen man herbeiführen könnte.

Am Ende des Vormittags wurden zwei Personen ausgewählt, die unsere Ideen in einer Diskussion mit Experten und Vertretern aus der Politik vorstellen sollten. Die Plenarsitzung begann um 14 Uhr im prächtigen „Cercle Cité“-Saal. Die Debatte war sehr lehrreich, weil viele Politiker anwesend waren und ihre Meinung zu unseren Ideen äußerten. Wir konnten dabei sehr viel lernen. Es war für uns eine sehr bereichernde Erfahrung, dass uns Personen zuhörten, die in der Politik unserer Länder großen Einfluss haben.

Maurice Kruchten kehrte als DFG-Vertreter vor kurzem noch einmal nach Luxemburg zurück, um mit an diesem Projekt beteiligten Politikern mögliche Lösungen zu diskutieren und zu vereinbaren, um unser Leben in der Großregion zu verbessern.

Ich bin sehr glücklich, an diesem Kolloquium teilgenommen zu haben. So konnte ich neue Personen treffen und sehr viele Erkenntnisse in Politik, Wirtschaft und Umweltschutz erwerben.

Lison Decker, 1L2

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