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Geschichte mal anders: Zeitzeugenbesuch am DFG

Geschichte mal anders: Zeitzeugenbesuch am DFG

Am 29. April hatten wir die besondere Gelegenheit, einen eindrucksvollen Zeitzeugen am Deutsch-Französischen Gymnasium begrüßen zu dürfen: Horst Bernard. Sein Besuch hinterließ bei Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe Première sowie Lehrkräften und Schulleitung einen bleibenden Eindruck.

In seinem Vortrag nahm Herr Bernard uns mit auf eine persönliche Reise durch die Geschichte. Mit großer Offenheit berichtete er von seinen eigenen Erlebnissen während der Zeit des Nationalsozialismus, einer Epoche, die sein Leben und das seiner Familie tief geprägt hat.

Dabei berichtete er eindrücklich von seinem eigenen Schicksal sowie dem seiner Familie, insbesondere von ihrer Flucht nach der Saarabstimmung 1935 von Saarbrücken nach Südfrankreich und den Erfahrungen dort während des Zweiten Weltkriegs. Besonders bewegend waren seine Erzählungen über seine Eltern, die in Frankreich in der Résistance tätig waren und sich mutig gegen das NS-Regime stellten. Außerdem thematisierte er seine deutsch-französische kulturelle Prägung. Durch diese persönlichen Einblicke wurde Geschichte auf eindrucksvolle Weise greifbar und lebendig.

Darüber hinaus schilderte er die Herausforderungen seiner Jugendzeit, die von Flucht, Angst vor Entdeckung, den Herausforderungen in der neuen Heimat, aber auch der Liebe seiner Eltern geprägt war. Immer wieder betonte er, wie wichtig es sei, aus der Vergangenheit zu lernen und sich aktiv für Frieden, Demokratie und ein respektvolles Miteinander einzusetzen.

Im anschließenden Gespräch nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Herr Bernard beantwortete diese geduldig und ehrlich, was zu einem intensiven und nachdenklichen Austausch führte.

Der Besuch von Horst Bernard war für unsere Schulgemeinschaft eine wertvolle Erfahrung. Er hat uns nicht nur Geschichte nähergebracht, sondern auch dazu angeregt, über unsere eigene Rolle in der Gesellschaft nachzudenken. Unser besonderer Dank gilt dem Adolf-Bender-Zentrum, besonders Frau Michelle Zimmer, und Frau Thomé für die Organisation des Besuchs.