Das Deutsch-Französische Gymnasium in Saarbrücken ist eine binationale Schule, die sich dadurch auszeichnet, dass nichtsprachliche Fächer auf Französisch und Deutsch unterrichtet werden, wobei Mehrsprachigkeit und europäische Offenheit gefördert werden. In diesem Zusammenhang wurde ein Projekt mit einer Gruppe von Oberstufenschüler:innen durchgeführt, die besonders gute Italienischkenntnisse besitzen. Ziel war es, die Themen Herkunft, Migration und kulturelle Identität anhand der Erfahrungsberichte von fünfzehn Personen italienischer Herkunft zu beleuchten, die im Saarland und im Departement Moselle leben.
Unter der Leitung ihrer Lehrerin Emmanuelle Yverneau, deren beruflicher Werdegang sich zwischen Frankreich, Italien und Deutschland erstreckt, haben Elisa Amodeo, Susanna Bak, Kiara Benvenuto, Matteo Busuioc, Nina Camiolo, Stella Hartmann, Elyasse Mouquafi und Lorenzo Pasquini diese Erzählungen gesammelt, transkribiert und auf Französisch, Deutsch und Italienisch verfasst. Dieses Projekt trug dazu bei, die Mehrsprachigkeit zu fördern, den interkulturellen Austausch zu stärken und soziale Unterschiede zu überwinden, indem der Fokus auf die menschlichen Lebenswege gelegt wurde.
Über den sprachlichen Lernprozess hinaus hat diese Erfahrung bei den Schülerinnen und Schülern fächerübergreifende Kompetenzen wie Kommunikation, Teamarbeit, Empathie, Anpassungsfähigkeit und kritisches Denken gefördert. Künstliche Intelligenz wurde zudem als Hilfsmittel beim Verfassen und Korrigieren der Texte eingesetzt. Die daraus entstandene Sammlung ist in erster Linie ein sprachliches und kulturelles Werk, das den Reichtum vielfältiger Identitäten und die Begegnung zwischen der italienischen, französischen und deutschen Kultur widerspiegelt.
Unsere Arbeit wurde im SR-Radio in der Sendung „Mezz’ora italiana“ von Pasquale Marino vorgestellt. Dieses Projekt wurde vom Zentrum für Italienische Studien der Universität des Saarlandes, vom Fachbereich Italienisch der Universität Luxemburg, vom Comites (Komitee der Italiener im Ausland), vom Coasscit/Saar e.V., vom Regionalverband Saarbrücken, von den Konsulaten Frankreichs und Italiens sowie von der Europaabgeordneten Manuela Ripa unterstützt.
Ihre Anwesenheit bei der Abschlussfeier des Projekts zeugt vom Interesse an dieser Initiative, die die wesentliche Rolle der Zeitzeugen bei der Weitergabe von Wissen zwischen den Generationen hervorgehoben hat. Sie unterstreicht zudem, inwiefern Vielfalt einen Reichtum darstellt, wenn sie im Zeichen des Strebens nach Einheit steht, ganz im Sinne des europäischen Mottos: „In Vielfalt geeint“.











